Zwei Pferde in ruhigem Sozialkontakt

Eingliederung neuer Pferde

Ankommen darf Zeit brauchen.

Ein neues Pferd lernt nicht nur eine Herde kennen, sondern einen vollkommen neuen Tagesablauf. Deshalb erfolgt die Eingliederung bei uns behutsam und in vier klaren Schritten.

Sicherheit entsteht Schritt für Schritt

Manche Pferde finden sich schnell zurecht, andere benötigen mehr Zeit. Wir beobachten jedes Pferd aufmerksam und bestimmen das Tempo nicht nach einem festen Kalender, sondern nach seiner Entwicklung.

Pferd und Besitzer werden während der gesamten Eingliederung begleitet und nicht mit der neuen Situation allein gelassen.

Eingliederung zu jeder Jahreszeit

Bei uns ist die Eingliederung eines neuen Pferdes nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Neue Pferde ziehen im Frühjahr und Sommer ebenso ein wie im Herbst oder Winter. Unser vierstufiges Eingliederungskonzept und die dafür genutzten Bereiche stehen uns ganzjährig zur Verfügung.

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Ankommen in der Eingliederungsbox

Das neu eingetroffene Pferd wird zunächst in einer unserer Eingliederungsboxen untergebracht. Die halbhohen, nicht vergitterten Wände ermöglichen nach draußen und zur Liegehalle erste geschützte Kontakte mit den Mitgliedern der Herde.

Die Eingliederung erfolgt nicht mit einem Pferd allein. Entweder ziehen zwei Pferde gemeinsam ein oder eines unserer erfahrenen Pferde begleitet den Neuankömmling.

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Die Anlage in Ruhe erkunden

Während die Herde geschlossen auf der Koppel ist, erkunden die einzugliedernden Pferde die Bewegungsfläche. Sie finden die Heubereiche, lernen die automatischen Tränken kennen, sehen sich die Liegeflächen an und erkunden die Wege zwischen den einzelnen Funktionsbereichen.

So kennen sie später bereits alle wichtigen Bereiche, bevor die gesamte Herde zurückkehrt.

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Erster direkter Kontakt auf der Koppel

Die Neuankömmlinge gehen gemeinsam mit der Herde auf eine unserer weitläufigen Koppelflächen. Dort findet der erste direkte Kontakt statt.

Die große Fläche gibt den Pferden ausreichend Raum, sich zu nähern, auszuweichen und erste Kontakte selbst zu gestalten.

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Gemeinsam zurück in den Bewegungsstall

Nach dem Koppelgang geht die komplette Herde gemeinsam zurück auf die Bewegungsfläche. Das neue Pferd bleibt nun grundsätzlich bei der Herde.

Am Abend darf es seine Eingliederungsbox weiterhin als vertrauten Rückzugsort nutzen. Wenn es vor der Box wartet und hineinmöchte, lassen wir es ein. Dort kann es über Nacht zur Ruhe kommen und ungestört fressen.

Wann ist die Eingliederung abgeschlossen?

Nach dem täglichen Koppelgang entscheidet das Pferd selbst, ob es am Abend noch einmal die Sicherheit seiner Eingliederungsbox sucht. Sobald es mit der Herde auf die Bewegungsfläche zurückkehrt und nicht mehr vor seiner Box auftaucht, ist die Eingliederung abgeschlossen. Den letzten Schritt bestimmt damit das Pferd selbst.

Wenn die neue Herde zunächst besonders spannend ist

In der ersten Zeit nach der Eingliederung richtet sich die Aufmerksamkeit eines neuen Pferdes intensiv auf seine neue Gemeinschaft. Wir beobachten dabei immer wieder, dass ein Pferd beim Rufen zunächst weniger unmittelbar reagiert als sein Besitzer es von früher kennt.

Das gehört für uns zum Ankommen in der neuen Herde. Nach einigen Wochen ist der neue Alltag vertraut – und die Pferde kommen wieder ganz selbstverständlich aus der Herde zu ihren Besitzern.

Du hast Fragen zur Eingliederung?

Bei einem persönlichen Rundgang erklären wir den Ablauf gern anhand der tatsächlichen Bereiche auf unserem Hof.