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Reiten lernen bedeutet für uns mehr, als sich sicher im Sattel bewegen zu können. Wer mit Pferden umgehen möchte, sollte auch lernen, sie zu beobachten, ihre Reaktionen wahrzunehmen und sie immer besser zu verstehen.
Deshalb gehört Bodenarbeit bei uns fest zum Reitunterricht.
1. Bodenarbeit kommt bei uns nach den ersten Reitstunden
Reitanfänger starten bei uns zunächst im Einzelunterricht. In diesen ersten Stunden lernen sie die grundlegenden Abläufe rund ums Pferd kennen, bereiten ihr Pferd zunehmend selbstständig vor und erarbeiten die ersten reiterlichen Grundlagen.
Sitz, Gleichgewicht, Anreiten, Anhalten, Lenken und später das Leichttraben stehen dabei im Mittelpunkt.
Wenn die Grundlagen vorhanden sind und der Wechsel in den Gruppenunterricht erfolgt, kommt ein weiterer Baustein dazu: die regelmäßige Bodenarbeit.
2. Etwa alle sechs Wochen bleibt der Sattel liegen
Unsere Gruppen machen ungefähr alle sechs Wochen anstelle einer normalen Reitstunde eine Bodenarbeitsstunde.
Für uns ist das keine Pause vom Reitunterricht, sondern ein Teil davon.
Am Boden können die Kinder ihre Aufmerksamkeit ganz auf das Pferd richten. Sie erleben unmittelbar, wie aufmerksam Pferde auf ihre Körpersprache, ihre Position und ihre Signale reagieren.
Dadurch lernen sie das Pferd noch einmal aus einer anderen Perspektive kennen als im Sattel.
3. Ausprobieren, beobachten und lernen
Unsere Bodenarbeitsstunden bestehen aus unterschiedlichen Parcours und Geschicklichkeitsaufgaben.
Dabei können die Kinder ausprobieren, wie sie gemeinsam mit dem Pferd eine Aufgabe lösen. Sie beobachten, wie das Pferd reagiert, und lernen mit jeder Aufgabe ein Stück mehr über seine Körpersprache und sein Verhalten.
Es geht nicht darum, eine Übung einfach möglichst schnell oder möglichst perfekt zu absolvieren.
Viel wichtiger ist uns, dass die Kinder aufmerksam bleiben, das Pferd wahrnehmen und zunehmend verstehen, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd funktioniert.
4. Die Kinder gestalten ihre Parcours mit
Unsere Bodenarbeitsparcours sind nicht jedes Mal fertig vorgegeben.
Wir arbeiten mit Stangen, Hütchen, Cavalettis und weiteren Elementen, die sich immer wieder neu miteinander kombinieren lassen. Viele Gruppen bauen ihren Parcours zu Beginn der Stunde gemeinsam auf und entwickeln aus dem vorhandenen Material auch eigene Aufgaben.
Mit zunehmender Erfahrung wissen die Kinder bereits, welche Stationen gut zusammenpassen und wie ein Parcours sinnvoll aufgebaut werden kann. Gleichzeitig können sie ihre eigenen Ideen einbringen und kreativ werden.
Der Reitlehrer begleitet den gesamten Aufbau und achtet darauf, dass Abstände, Wege und Aufgaben für Pferd und Kind sicher und sinnvoll gestaltet sind.
So entsteht aus vielen einzelnen Elementen immer wieder eine neue Bodenarbeitsstunde.
5. Gemeinsam lernen und Verantwortung übernehmen
Ein wichtiger Teil unseres Unterrichts entsteht ganz selbstverständlich innerhalb der Gruppe.
Kinder, die schon länger dabei sind, nehmen neue Reitschüler mit, zeigen ihnen bekannte Abläufe und geben ihre Erfahrungen weiter. Beim Aufbau eines Parcours wird gemeinsam überlegt, getragen, aufgebaut und organisiert.
Dieses gegenseitige Unterstützen beschränkt sich bei uns aber nicht auf die Bodenarbeit.
Auch im normalen Reitunterricht helfen sich die Kinder beim Herrichten und Versorgen der Pferde. Wenn eine Gruppe ihre Stunde beendet und die nächste Gruppe beginnt, erleben wir immer wieder, dass die Kinder einander unterstützen und gemeinsam dafür sorgen, dass die Pferde vorbereitet oder anschließend versorgt werden.
Mit zunehmender Erfahrung übernehmen die Kinder immer mehr Aufgaben rund um ihr Pferd selbstständig und lernen dabei, Verantwortung zu übernehmen.
6. Spaß gehört dazu
Bodenarbeit soll natürlich auch Freude machen.
Ein selbst aufgebauter Parcours, eine neue Geschicklichkeitsaufgabe oder eine Station, die sich die Gruppe gemeinsam ausgedacht hat, bringt Abwechslung und lässt viel Raum für eigene Ideen.
Die Kinder können kreativ sein, gemeinsam etwas entwickeln und anschließend zusammen mit dem Pferd erleben, was daraus entsteht.
So verbinden sich Lernen und Spaß ganz selbstverständlich miteinander.
7. Reiten lernen heißt für uns auch Pferde verstehen
Genau deshalb gehört Bodenarbeit für uns zum Reitunterricht.
Wir möchten unseren Reitschülern nicht nur zeigen, wie man ein Pferd reitet. Sie sollen lernen, Pferde zu beobachten, ihre Reaktionen wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit anderen etwas zu gestalten.
Dazu gehört die Zeit im Sattel.
Und genauso gehört für uns dazu, immer wieder einmal neben dem Pferd zu stehen.
Ausprobieren. Beobachten. Lernen. Gemeinsam etwas schaffen. Und dabei Spaß haben.
Interesse an einer Schnupperstunde?
Wenn dein Kind unsere Reitschule kennenlernen möchte, kannst du eine Schnupperstunde über unser Kontaktformular anfragen oder uns anrufen.
Reitunterricht im Bewegungsstall
Die Schnupperstunde
Häufige Fragen von Eltern
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Warum Einzelunterricht?