Bewegung im Winter – warum sie so wichtig ist
Pferde sind Bewegungstiere – und das gilt im Winter genauso wie zu jeder anderen Jahreszeit. Viele kleine Wege gehören ganz selbstverständlich zu ihrem natürlichen Alltag.
Genau deshalb ist eine Haltung wichtig, in der Bewegung auch im Winter ganz selbstverständlich zum Alltag gehört.
Bewegung entsteht aus dem Alltag
In einem Bewegungsstall entsteht Bewegung aus dem Alltag. Heu, Wasser, Liegebereiche und unterschiedliche Aufenthaltsbereiche liegen nicht alle am selben Ort. Das Pferd bewegt sich zwischen ihnen entsprechend seiner eigenen Bedürfnisse.
Es geht zur Heuraufe, später zur Tränke, sucht einen Liegebereich auf oder wechselt zu einem anderen Teil der Anlage. Aus diesen vielen einzelnen Wegen entsteht über den gesamten Tag Bewegung.
Bewegung ist damit kein einzelner Programmpunkt, sondern Teil des gesamten Tagesablaufs.
Warum regelmäßige Bewegung wichtig ist
Der Körper des Pferdes ist auf Bewegung ausgelegt. Muskeln, Gelenke, Sehnen und Knochen sind darauf ausgerichtet, regelmäßig genutzt zu werden.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kilometer zurückzulegen oder ständig in Bewegung zu sein. Ruhe und Schlaf gehören genauso zum natürlichen Tagesablauf.
Entscheidend ist der regelmäßige Wechsel: Das Pferd bewegt sich, frisst, ruht, sucht Kontakt zu anderen Pferden und macht sich später wieder auf den Weg.
Im Winter kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Bei Bewegung arbeitet die Muskulatur und erzeugt dabei ebenfalls Wärme. Bewegung ist damit einer von mehreren natürlichen Mechanismen, die zum Wärmehaushalt des Pferdes beitragen.
Auch das Leben in der Herde schafft Wege
Pferde bewegen sich nicht nur zwischen Heu, Wasser und Liegebereichen. Auch das Zusammenleben in der Herde führt zu vielen kleinen Ortswechseln.
Pferde suchen Kontakt zu anderen Pferden, schließen sich ihnen an oder wechseln gemeinsam in einen anderen Bereich der Anlage. Die Zusammensetzung kleinerer Gruppen verändert sich dabei im Laufe des Tages immer wieder.
Auch diese Wege gehören zur alltäglichen Bewegung innerhalb der Herde.
Bewegung auch an kalten Wintertagen
Der Winter verändert das grundlegende Bewegungsbedürfnis des Pferdes nicht. Deshalb bleiben auch bei niedrigen Temperaturen die verschiedenen Bereiche unseres Bewegungsstalls für die Pferde erreichbar.
Auch bei Frost bleibt die Wasserversorgung zuverlässig erreichbar. Dafür stehen unserer Herde drei frostsichere Tränken zur Verfügung.
Heu steht rund um die Uhr zur Verfügung. Welche Bedeutung die regelmäßige Raufutteraufnahme für den Tagesablauf und die Verdauung des Pferdes hat, erklären wir ausführlicher in unserem Artikel „24/7 Heu – warum Pferde jederzeit fressen können sollten“.
Hinzu kommt der tägliche Koppelgang. Er erweitert den Lebensraum der Herde und eröffnet weitere Möglichkeiten für freie Bewegung.
Die Haltung schafft die Möglichkeiten
Winter bedeutet für unsere Pferde nicht, dass Bewegung zu einem besonderen Programmpunkt werden muss.
Wir schaffen vielmehr die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass sie aus dem normalen Tagesablauf heraus entsteht: durch die Wege zwischen Heuraufen, Tränken, Liegebereichen und den verschiedenen Bewegungsflächen, durch das Zusammenleben in der Herde und durch den täglichen Koppelgang.
Der Winter verändert nicht das grundlegende Bewegungsbedürfnis des Pferdes. Entscheidend ist eine Haltung, in der Bewegung auch im Winter ganz selbstverständlich zum Alltag gehört.